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Die Audibene-Gründer Marco Vietor und Paul Crusius

Wieder ein Exit in Berlin: Der Onlinehändler für Hörgeräte Audibene geht zu 100 Prozent an den Hörgerätehersteller Sivantos. Der Kaufpreis ist nicht bekannt.

Das 2012 gegründete Unternehmen Audibene berät Menschen mit einer Hörminderung bei der Auswahl des richtigen Hörgeräts. Audibene arbeitet nach eigenen Angaben mit mehr als 800 Hörgeräteakustikern zusammen, die nach Lokalität ausgesucht werden, um den Kunden die Hörsysteme anzupassen. Der Verkauf der Geräte erfolgt wiederum durch Audibene.

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Die zwei Gründer Paul Crusius und Marco Vietor bleiben als Geschäftsführer an Bord. Als Teil der Transaktion erhalten beide Gründer, die vorher einen Mehrheitsanteil an Audibene hielten, Anteile an der Sivantos Group.

Die Risikokapitalgeber Acton Capital Partners und Sunstone Capital sowie eine unbekannte Anzahl von Business Angels wie der Entrepreneur Stephan Schubert haben alle ihre Anteile an Sivantos verkauft. Auch Berliner Szene-Köpfe wie Project-A-Ventures-Chef Florian Heinemann, die Edarling-Gründer Lukas Brosseder und David Khalil sowie der frühere Marketing-Chef Zalandos, Oliver Roskopf, waren in das Startup investiert.

Sivantos gehörte bis Anfang 2015 noch zum internationalen Siemens-Konzern. Unter dem Namen Siemens Audiology Solutions wurden die gesamten Aktivitäten der Siemens-Hörgerätesparte zusammengefasst. Siemens veräußerte die Tochtergesellschaft im Januar an den Private-Equity-Investor EQT, ist aber noch immer in Sivantos investiert.

Audibene wird weiterhin als unabhängiges Unternehmen von Berlin aus geführt. Alle 180 Mitarbeiter des Startups werden übernommen. Mit der Unterstützung von Sivantos will Audibene international expandieren, zurzeit ist Audibene in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden aktiv.

Sivantos beschäftigt nach eigenen Angaben etwa 5.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2014 einen Umsatz von 690 Millionen Euro, mit einem EBIT von 126 Millionen Euro. Das Unternehmen liefert die selbst hergestellten Hörgeräte an Hörgeräteakustiker und Vertriebe in mehr als 120 Ländern.


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Bild: Maik Schulze/ Audibene