Capnamic-Partner Jörg Binnenbrücker, Christian Siegele und Olaf Jacobi (von links)

Capnamic-Partner Jörg Binnenbrücker, Christian Siegele und Olaf Jacobi (von links)

Es ist ein Ritterschlag für einen deutschen VC: Der amerikanische Tech-Gigant Cisco beteiligt sich beim neuen Fonds von Capnamic. Der Konzern sei „einer der größeren Geldgeber“, heißt es vom deutschen VC. „Cisco interessiert sich stärker für Deutschland als Startup-Cluster“, sagt Capnamic-Partner Olaf Jacobi im Gespräch mit Gründerszene. Das US-Unternehmen ist etwa beim Berliner IoT-Startup Relayr investiert und kaufte Parstream

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Capnamic mit Sitz in Berlin und Köln steckt in einer frühen Phase bis zu drei Millionen Euro in ein Unternehmen. Doch auch in weiteren Finanzierungsrunden will sich der VC weiter beteiligen. Bei bis zu 25 Startups plant Capnamic einzusteigen. Der Fokus soll auf B2B-Lösungen, digitaler Infrastruktur oder Transformation liegen. Diese Themen interessieren auch Cisco: „Wenn es um das Internet der Dinge geht, ist Deutschland bei den Dingen schon sehr stark, in Sachen Internet müssen wir nachlegen“, lässt sich der Deutschlandchef Oliver Tuszik zitieren.

Die Axa und Sparkassen beteiligen sich

Insgesamt 115 Millionen hat der VC in seinem neuen Fonds jetzt eingesammelt. Mit an Bord sind weitere Corporates wie die Versicherung Axa oder die Sparkassen-Finanzgruppe. Der Geldgeber will auf diesem Wege ein Netzwerk zwischen seinen Geldgebern und den Portfolio-Unternehmen schaffen. „Oft handelt es sich beispielsweise um potentielle Kunden für die Startups“, sagt Jacobi.

Seit dem Start 2013 investieren bekannte deutsche Corporates über den Wagniskaptialgeber Capnamic in Startups, dazu zählen Unternehmen wie der Verlag Dumont. Zu den bekannten Startups aus dem Portfolio gehört beispielsweise Adjust, ein App-Analytics-Startup aus Berlin, oder der Uhrenmarktplatz Chronext. Der VC wird von Jörg Binnenbrücker, Olaf Jacobi und Chistian Siegele geführt.

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Bild: Capnamic