Benchmark hat bereits Geschichte geschrieben: 1997 steckten sie fünf Millionen Dollar in das Auktionshaus Ebay und bekamen für ihre Anteile zwei Jahre später 4,2 Milliarden. Unter den aktuellen Investments befinden sich viele gehypte US-Startups: etwa Uber, WeWork und Snapchat, die gerade erst 1,8 Milliarden Dollar einsammelten. Mit Researchgate ist auch ein deutsches Unternehmen im Portfolio.

Nun investiert der Wagniskapitalgeber aus dem Silicon Valley in Contentful. Das Berliner Software-Startup entwickelt ein Content-Management-System für Entwickler, das so konzipiert ist, dass diesselben Inhalte ohne Probleme für unterschiedliche Plattformen wie Apps verwendet werden können. Dazu setzt das Unternehmen nicht wie üblich auf Browser und eine Seitenstruktur, sondern auf eine API und hostet alle Inhalte auf seinen Servern.

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„Das Unternehmen hat früh erkannt, wie sich die Internetnutzung verändert“, meint Suranga Chandratillake vom Investor Balderton im Gespräch mit Gründerszene. Vor 20 Jahren hätten die Nutzer vor allem nur über ihren PC gesurft. Heute nutzen sie immer stärker das Smartphone.

Insgesamt 13 Millionen US-Dollar erhält das Unternehmen jetzt für sein modernes CMS in einer Serie-B-Finanzierung. Abgesehen von Benchmark steigt Trinity Ventures mit ein. Die Altinvestoren Balderton und Point Nine Capital legen ebenfalls Geld nach. Die 2011 gegründete Firma hat damit bisher 16,8 Millionen Dollar erhalten. Mit dem Geld soll das Team der derzeit 50 Mitarbeiter vergrößert werden. Weitere Büros in den USA und Europa sind geplant, so Chandratillake.

Durch den Mobile-Trend und damit die Nachfrage nach dem System von Contentful läuft es derzeit gut beim Berliner Startup: Beim Gründerszene-Ranking belegte das Unternehmen den zwölften Platz mit einer Wachstumsrate von 478 Prozent. Zu den Kunden zählen Ebay, Urban Outfitters und der Verlag Axel Springer.

Bild: Contentful