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Der Kreditech- und Bezahlt.de-Gründer Sebastian Diemer

Zwei etablierte Player sind bereits auf dem Markt aktiv, doch Sebastian Diemer und Mike Wilmes glauben trotzdem an den Bedarf für ihr neues Startup Digitalkasten. Mit dem Dienst lässt sich private Briefpost digitalisieren. Dafür wird ein Nachsendeantrag eingerichtet und die Briefe eingescannt, schließlich landet die Post in der App des Unternehmens. „Sebastian und ich haben beide einen Scanservice genutzt – und dachten: das kann man besser machen“, sagt Mike Wilmes im Gespräch mit Gründerszene. Das Berliner Unternehmen Dropscan und die Deutsche Post bieten einen ähnlichen Service an.

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Gerade durch Zusatzfunktionen will sich das neue Startup von der Konkurrenz abheben. „Bei uns können die Briefe auch durchsucht werden, da die Schrift erkannt wird“, sagt Wilmes. So lasse sich mit den Briefen wie mit einem Mail-Postfach umgehen. Zu einem späteren Zeitpunkt soll es dann sogar möglich sein, etwa Rechnungen direkt aus der App zu bezahlen. In wenigen Tagen startet der Dienst, erst einmal 100 Kunden sollen zugelassen werden.

Gründer Wilmes, der zuvor bei Diemers Startup Bezahlt.de gearbeitet hat, leitet Digitalkasten. Sein ehemaliger Chef hat Geld für das neue Unternehmen beigesteuert und fungiert als Mentor, sagt Wilmes. Vier weitere Mitarbeiter arbeiten momentan an dem neuen Dienst. Die Höhe des Startkapitals will Wilmes nicht verraten.

Bereits zum Start müssen Kunden für den Service zahlen, die verschiedenen Tarife kosten bei Digitalkasten zwischen etwa 20 und 30 Euro pro Monat. Das Scannen der Dokumente übernehme ein großer Dienstleister, der auch für Banken Dokumente digitalisiere, heißt es. Zeitnah soll bei dem Startup auch ein Angebot für Unternehmenskunden dazukommen. Erst einmal hat es das Unternehmen auf Kunden aus der Tech-Szene und Digitale Nomaden abgesehen.

Bild: Diemer