Casper

Europa-Chef Constantin Eis und der Casper-Gründer Philip Krim

Ausruhen kann man sich auf dem deutschen Matratzen-Markt definitiv nicht. Die Konkurrenz ist groß, die Margen im Vergleich zu den USA überschaubar. Während auf der anderen Seite des Atlantiks häufig teure Luxus-Matratzen über den Ladentisch gehen, ist der Kunde in Deutschland an Sparangebote jenseits der 30-Prozent-Rabatte gewöhnt. 

Trotz der Marktlage ist die ProSiebenSat.1-Gruppe nun bei dem US-Matratzen-Startup Casper eingestiegen, das seit 2016 auch in Deutschland aktiv ist. Über ihren Investoren-Arm SevenVentures hat die TV-Gruppe einen Media-for-Equity-Deal geschlossen. Statt eines Kapitalinvestments stellt ProSiebenSat.1 dem Startup also Sendezeit für TV-Werbung in Deutschland zur Verfügung. 

Auch Kevin Spacey hat investiert

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Die Beteiligung fand bereits im Zuge der letzten Investment-Runde im Juni statt, bei der unter anderem Leadinvestor Target Global, NEA und Lerer Hippeau 170 Millionen Dollar gegeben hatten. Ebenfalls mit dabei war auch Hollywood-Schauspieler Kevin Spacey. Im Rahmen der Finanzierung wurde Casper mit 750 Millionen Dollar bewertet – das entsprach einem Wertzuwachs von 200 Millionen Dollar seit der letzten Finanzierung im Jahr 2015. 

Casper balgt sich auf dem deutschen Markt seit Sommer 2016 mit den Startup-Mitbewerbern Emma, Muun, Buddy, Eve und Bruno, in den USA konkurrieren Tuft & Needle, Leesa und Saatva mit der Casper-Marke. Die meisten Matratzen werden hierzulande jedoch über den stationären Handel verkauft. Allein das Dänische Bettenlager hat in Deutschland 930 Fachmärkte und betreibt zusätzlich einen Onlineshop. Bei Casper dürfte man sich von dem Medien-Deal also vor allem neue Kunden versprechen. 

Deutschland ist der größte Matratzen-Markt Europas

Casper wurde 2014 von Neil Parikh, Luke Sherwin, Jeff Chapin und Gabriel Flateman und Philip Krim in New York gegründet. Für Krim ist „Deutschland der größte Matratzen-Markt in Europa“. Somit dürfte sich hierzulande entscheiden, ob und wie Casper in Europa weiter wächst.

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Bild: Hannah Loeffler / Gründerszene