Twisper

Twisper entlässt Hälfte der Mitarbeiter

Beim Berliner Startup Twisper (www.twisper.com) haben in den vergangenen Wochen umfangreiche Umstrukturierungen stattgefunden. Dem Online-Magazin Deutsche Startups zufolge wurden dort zwölf Mitarbeiter, vor allem aus den Abteilungen Marketing und Sales, entlassen. Dies betrifft fast die Hälfte der bisherigen Mitarbeiterzahl, denn wie Twisper-CEO David de Brito Gründerszene bestätigte, arbeiten momentan nur noch 13 Mitarbeiter für das Startup.

Auch COO Darius Moeini, welcher Twisper zu Jahresbeginn mitgegründet hatte, verlässt das Unternehmen – allerdings offenbar freiwillig. Zwischen ihm und der restlichen Führungsspitze habe es Differenzen über die strategische und operative Ausrichtung des Unternehmens gegeben. Über die Inhalte dieser unterschiedlichen Vorstellungen wollte de Brito gegenüber Gründerszene allerdings keine Angabe machen.

„Twisper entwickelt sich wie geplant“

De Brito und Moeini hatten Twisper im August 2012 gemeinsam mit Thomas Sterchi gegründet. Das Startup ist Betreiber eines mobilen Location-Scouts für iOS und Android. Auf Basis der persönlichen Lieblingsbars, Restaurants, Hotels und Co, die man bei der Registrierung angibt, findet Twisper weitere Örtlichkeiten, die den eigenen Geschmack treffen sollen. Der Content wird von Twisper selbst sowie den sogenannten „Twisper Ambassadors“, Reisenden aus aller Welt, generiert.

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Bei Twisper entscheidet der Nutzer, ob er sich über Facebook anmelden und Empfehlungen aus dem digitalen Freundeskreis erhalten möchte, oder ob er sich auf die Vorschläge von Twisper einlässt. Letztere generiert die App aus den selbst angegebenen Lieblingsorten sowie Überschneidungen mit anderen Twisper-Nutzern und Schlagworten, die den Locations zugeordnet werden. Der Location-Scout bietet derzeit Empfehlungen für 71 Städte verschiedener Kontinente.

Laut Aussagen David de Britos verfügt der Dienst über 6.000 registrierte Nutzer. Wieviele von diesen die App aktiv nutzen, ist allerdings nicht bekannt. In jedem Fall lässt die 50-Prozent-Dezimierung der eigenen Belegschaft sowie der freiwillige Abgang eines Gründers nicht auf optimale Entwicklungen im Unternehmen schließen. Von Schwierigkeiten will de Brito aber offenbar nichts wissen: „Twisper als Produkt entwickelt sich so, wie wir es geplant haben. Wir glauben an unser Produkt“, so der CEO.

Bild: Twisper.com