youtailor raeumt weiter auf

Fred Klinkert, Geschäftsführer von YouTailor

YouTailor mit neuem Gesicht ab September

Seit über einem halben Jahr ist es nun still gewesen um den Online-Maßschneider YouTailor (www.youtailor.de) – und das, nachdem die doppelte Insolvenz, die Schlammschlacht hinter den Kulissen und der mittlerweile dritte Neuanfang doch zu den größten Schlagzeilen im vergangenen Jahr gehörten. Jetzt meldet sich YouTailor zurück und kündigt an, ab September mit neuem Internetauftritt, neuem zehnköpfigen Team und einem größeren Fokus auf eigenen Kollektionen live gehen zu wollen. Der dritte Anlauf soll sitzen – dafür werden auch alle Bestellungen aus Vor-Insolvenz-Zeiten abgewickelt.

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Eine Schlüsselrolle bei der von Neuinvestor Christian Heitmeyer beschlossenen Restrukturierung und strategischer Neuausrichtung kommt dem neuen Geschäftsführer Fred Klinkert zu. Dieser ist bereits seit April für die strategische und operative Führung des Unternehmens verantwortlich.

Er war zuvor bei Rocket Internet als Manger Global Ventures Development für Zalando, Payleven und Glossybox tätig.

„In den letzten drei Monaten haben wir bei YouTailor alle internen und externen Unternehmensbereiche verbessert und partiell neu aufgebaut“, sagt Klinkert. Außerdem habe man Verträge mit einem neuen Hersteller und neuen Lieferanten für Stoffe und Zubehör geschlossen. Eine stärkere Gewichtung im Tagesgeschäft soll der Verkauf eigener Kollektionen erhalten. Dabei werde mit bekannten, aber noch nicht näher benannten Partnern kooperiert. Auch das Selbstvermessungstool auf der Homepage sei verbessert worden, heißt es.

Alte Kundenbestellungen und kleines Team

Mit dem Neustart verpflichtete sich das Unternehmen außerdem, etliche alte Kundenbestellung aus der Zeit vor der zweiten Insolvenz noch zu bearbeiten – „freiwilig“, wie betont wird. Dieser Prozess sei zu 90 Prozent abgeschlossen, verkündet Klinkert.

Die betont positive Darstellung des dritten Anlaufs klammert allerdings aus, dass YouTailor zu Hochzeiten mehr als 80 Mitarbeiter beschäftigte. Im Laufe der Insolvenzen und Neuanfänge schrumpfte diese Zahl kontinuierlich auf zehn zusammen. Ein kleines Team soll es nun also richten und an erfolgreichere Zeiten anknöpfen. Es bleibt abzuwarten, ob die ergriffenen Maßnahmen ausreichen, um die Entwicklungen seit 2012 vergessen zu machen.

Foto: YouTailor
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