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Die Raisin-Gründer Michael Stephan, Tamaz Georgadze und Frank Freund (von links)

Gute Neuigkeiten für Weltsparen: Das Berliner Fintech-Portal bekommt im Zuge seiner neuesten Finanzierung satte 30 Millionen Euro. Angeführt wird die Runde von Thrive Capital, der Investmentfirma von Oscar-Mitgründer und Investor Joshua Kushner, dem Bruder des US-Chefberaters im Weißen Haus. Die Altinvestoren Ribbit Capital und Index Ventures beteiligen sich ebenfalls. Mit dem Geld will das Berliner Fintech-Startup unter anderem in weitere Länder expandieren, der Start in Italien stehe kurz bevor, heißt es dazu in einer Mitteilung.

Weltsparen bietet seinen Kunden die Möglichkeit, Geld in Ländern wie Italien oder Portugal online anzulegen. Die Banken dort bieten zum Teil lukrativere Zinsen als etwa in Deutschland. Zunächst konzentrierte sich Weltsparen daher auf Kunden hierzulande und in Österreich, mittlerweile ist die Plattform jedoch für Sparer in der gesamten EU verfügbar. Die Einlagen der Kunden von Raisin sind gemäß EU-Richtlinie gesichert: Das gilt für das angelegte Geld bis zu 100.000 Euro. Alle Partnerbanken sind zugelassene Kreditinstitute aus der Europäischen Union.

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Für den Kunden sind alle Leistungen des Startups gebührenfrei, auch die Kontoführung oder der Zahlungsverkehr ins Ausland. Von den Partnerbanken erhält das Jungunternehmen eine Provision, diese liegt laut dem Wirtschaftsmagazin Capital bei 0,2 Prozent im Jahr.

Weltsparen, das von dem Startup Raisin betrieben wird und von Tamaz Georgadze, Michael Stephan und Frank Freund 2013 gegründet wurde, hat nun insgesamt 60 Millionen Euro an Risikokapital einsammeln können. Neben den oben genannten VCs ist auch der russische Milliardär Yuri Milner an dem Unternehmen beteiligt, der bereits 2009 in Facebook investierte.

Rennt Weltsparen seiner Konkurrenz davon?

Erst Anfang des Jahres verkündete Raisin deutliches Wachstum. Demnach hat das Startup mittlerweile Kundengelder in Milliardenhöhe vermittelt. „Weltsparen ist das einzige europäische Fintech im Anlagebereich, das ein Volumen von zwei Milliarden Euro überschritten hat“, so Georgadze im Januar. Vor einem Jahr habe dieses Volumen noch bei etwa 700 Millionen gelegen.

Zum Vergleich: Konkurrent Zinspilot, in das der wegen seines politischen Engagements umstrittene Investor Peter Thiel investierte, kommunizierte vor einigen Monaten ein Anlagevolumen von etwa einer Milliarde seit der Gründung im Jahr 2014. Ebenfalls vor zwei Jahren startete das Berliner Portal Savedo. Dieses Fintech-Startup hat laut Capital circa 300 Millionen Euro vermitteln können.

Bild: Weltsparen